Medienmitteilung der Fraktion Die Mitte/EVP/GLP – AB-Flotte als Kulturgut
13. März 2025 – Kantonsrat Werner Rüegg lanciert einen parlamentarischen Vorstoss, dass die historische Flotte der Appenzeller Bahnen ein Kulturgut werden soll.
Die Appenzeller Bahnen feiern in diesem Jahr ihr 150-Jahr-Jubiläum. In den letzten 150 Jahren wurden immer wieder hervorragende technische Neuigkeiten eingesetzt, um die Herausforderungen der Topologie des Appenzellerlandes zu bewältigen. In der historischen Flotte der Appenzeller Bahnen werden diese Schmuckstücke schweizerischer Eisenbahnpionierleistungen gepflegt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die historischen Wagen sind auch Zeichen der Mobilität von Generationen und Regionen in den beiden Appenzeller Kantonen und dem Ringkanton St. Gallen. Sie dienten sowohl dem Pendlerverkehr, der früher von der Textilindustrie geprägt war als auch dem Tourismus, insbesondere als wertvoller Zubringer für die Appenzeller Bergbahnen.
Der Kanton St. Gallen hat acht dieser Fahrzeuge, gebaut für die Zahnradstrecken St.Gallen–Gais–Appenzell, Altstätten–Gais und Rorschach–Heiden, als bewegliches Kulturerbe des Kantons St. Gallen unter Schutz gestellt. Kantonsrat Werner Rüegg setzt sich dafür ein, dass die historische Flotte der Appenzellerbahnen auch im Kanton Appenzeller Ausserrhoden als bewegliches Kulturgut anerkannt und unter Schutz gestellt wird. Die Stiftung historische Appenzeller Bahnen werden damit beim mit grossem ehrenamtlichen Engagement Freiwilliger geführten Anliegen unterstützt. Die Stiftung und die angegliederten Vereine setzen sich für den möglichst fahrbereiten Erhalt der historischen Fahrzeuge und die Vermittlung ihrer Geschichte ein. Mit einer Interpellation im Kantonsrat will Werner Rüegg und 22 Mitunterzeichnende vom Regierungsrat wissen, ob dieser bereit ist, im Jahr des 150-Jahr-Jubiläum der Appenzeller Bahnen die historische Flotte .als bewegliches Kulturgut zu anerkennen und unter Schutz zu stellen
Mitte-Kantonsrat Werner Rüegg, Heiden: «Die Appenzellerbahnen verkehren bekanntlich zum grössten Teil auch in unserem Kanton. Aufgrund der speziellen Topografie und Gleisdimensionen mussten einzigartige Unikate konstruiert werden. Diese historischen Fahrzeuge gilt es zu pflegen und zu erhalten. Eine Unterschutzstellung beweist den sorgsamen Umgang mit der Mobilitäts-Geschichte des Kantons.»