Philipp Langenegger nahm die Organisatoren schon in der Begrüssung aufs Korn, als er erzählte, dass er sich auf einen Aufruf in den sozialen Medien gemeldet habe, dass königliche Stühle für den Anlass gesucht werden. Dass er nebst der Lieferung der Stühle aus dem Fundus seiner Ehefrau gleich noch zur Moderation angefragt worden sein soll, zeigte sich unabhängig vom Wahrheitsgehalt seiner Geschichte als glückliche Fügung.
Vorstellungsrunde als Comedy-Format
Reena Krishnaraja stellte gleich klar, dass Alfred Stricker den grössten Prominentenstatus habe und eine persönliche Vorstellung für ihn nicht nötig sei. Dieser offenbarte dann mit den Worten «175cm gross und 10 Kilogramm zu viel» doch noch weniger Bekanntes zu Tage. Die beiden trafen sich erstmals bei der Übergabe des Maturazeugnisses der Kanti Trogen. Reena gestand ihre Mathematik-Schwäche ein, ortete aber eine solche auch bei Alfred Stricker, um zu begründen wie sie trotz einer ungenügenden Mathematik-Note eine Maturanote von 5.2 erreichte. Gürtelfabrikantin Valesca Montañés bot bei ihrer Vorstellung Moderator Philipp Langenegger an, seinen Chüeli-Gurt mit der neuesten Kollektion mit eingelassenem Alpaufzug an der Hose ihres Partners zu tauschen, was die beiden Männer unter dem Lachen des Publikums gleich vollzogen. Dabei war zu erfahren, dass Gürtel, die zu lang sind, nicht mit zusätzlichen Löchern versetzt, sondern gekürzt werden. Alfred Stricker liess sich nicht lumpen und verteilte den Damen auf dem königlichen Podium chice Socken mit dem Wappentier des Kantons.
Gemeinde Kaienspitz mit Oberegg und mehr Kultur
Bei der Frage des Moderators nach den Eigenheiten des Vorderlandes brachte Alfred Stricker nicht ohne ernsthaften Schalk die Idee einer Gemeinde Kaienspitz, gebildet aus den heutigen Vorderländer Gemeinden und dem Innerrhoder Bezirk Oberegg ein. Derweil verblüffte Reena Krishnaraja mit detaillierten Kenntnissen über die landschaftlichen und gesellschaftlichen Vorzüge des Vorderlandes. Dafür schnappte sie sich immer wieder gekonnt Redezeit und forderte Philipp Langenegger heraus. Gleichzeitig forderte sie mehr kulturelle Anlässe und Auftritte von Comedians im Vorderland, wofür sie sich auch persönlich engagiert und sich als Anlaufstelle anbot.
Coronazeit ins Positive gewendet
Die Corona-Zeit war für Politik und Wirtschaft eine schwierige Zeit, die aber auch positive Folgen zeitigte. Dies bewies Valesca Montañés mit der Geschichte, wo sie wegen dem Schliessungsbefehl für ihren wichtigsten Abnehmer Kurzarbeit anmelden musste. Wenig später brachten sie einen «Schweissergurt» auf den Markt, welche so innovativ war, dass sie monatlich 3’000 solcher Gurte als unabdingbare Arbeitskleidung für eine Berufsgruppe herstellen konnten. Dabei wurde es zur Herausforderung, genügend Leder auf dem Markt zu finden. Schliesslich konnte die nötige Grossmenge in Holland bezogen werden. Noch heute beschränkt sich die HWB .Das Gürteldesign. AG auf die Verarbeitung von europäischem Leder. Auch wenn die gesellschaftlichen Veränderungen spürbar sind, hat der Wunsch der Konsumenten nach Qualitätsware zugenommen. Alfred Stricker gestand beim Thema Corona, dass er die vom Kanton selber beschlossenen Massnahmen mit gutem Gewissen durchbrach, weil er alleine im Büro war und so ungestört arbeiten konnte.
Neujahrsvorsätze light
Gefragt nach den Neujahrsvorsätze überraschte Valesca Montañés mit dem Leitspruch «you get what you get», durchaus als positive Lebenseinstellung zu verstehen. Reena Krishnaraja will mehr Sport machen, auch wenn sie ihre Aufgabe als Unihockey-Goalie bei Floorball Heiden trotz Studium und Comedy-Engagements Wochenende für Wochenende beibehalten hat. Wegen des Umzugs nach Bern wird sie sich wohl bald einen Verein in der Region Bern suchen. Verantwortungsbewusst startete sie einen Aufruf, talentierte Goalies sollen sich bei Floorball Heiden als Nachfolgerin für sie melden. Aus dem Publikum wurde auch Philipp Langenegger zu seinen Neujahrsvorsätzen gefragt. Er zog ein Fläschchen Rosmarinöl hervor und zeigte, dass er im neuen Jahr mehr sein schütteres Haar pflegen wolle und forderte Alfred Stricker auf, es ihm gleich zu tun.
Das Vorderland voller Könige
Alle Anwesenden haben am Anfang ein Stück Dreikönigskuchen erhalten mit dem Ziel, am Schluss die Könige aus dem Publikum zu ehren. Für weitere Lacher sorgte dann der Bäcker, welcher so viele Könige in die Kuchen füllte, dass der Mitte AR die Geschenke ausgegangen sind. So überreichte Kantonsrat Werner Rüegg in seinen Schlussworten ausgewählten Gästen Dreikönigsgeschenke, insbesondere den anwesenden Regierungsratskandidatinnen Barbara Giger und Susann Metzger, um ihnen einen guten Schlussspurt im Wahlkampf zu wünschen und ihnen für die Bereitschaft zu danken, sich für den Kanton zu engagieren. Das erfolgreiche erste Dreikönigsreffen der Mitte AR kann tatsächlich zur Tradition werden, sodass man sich bereits auf die Austragung 2026 freuen kann.